Projekttreffen 2026
Zum jährlichen Projekttreffen hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros diesmal nach Arnsberg eingeladen. Für Binetha Beckman und Martin Polenz, die sich mit der Fachstelle „Zukunft Alter“ seit mehr als zehn Jahren an „Alt und Jung- Chancenpatenschaften“ beteiligen, war es ein schöner Anlass, engagierte Menschen aus dem gesamten Netzwerk vor Ort willkommen zu heißen.
Die haupt- und ehrenamtlich Beteiligten erwartete ein abwechslungsreiches Programm, das fachliche Impulse mit lebendigen Einblicken in die lokale Praxis verband. Christiane Linn, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, gab Einblicke in dessen vielfältige Arbeit. Barbara Hoensch präsentierte das multikulturelle Theaterprojekt Teatron; der iranische Schauspieler Ali Mohamad berührte mit einem Auszug aus dem autobiografischen Stück.
Am Abend empfing Bürgermeister Ralf Paul Bittner die Aktiven im Alten Rathaus und dankte ihnen für ihr Engagement der vergangenen Jahre: „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll der Austausch zwischen den Generationen für unsere Stadtgesellschaft ist. Wenn junge und ältere Menschen einander begleiten, entstehen Vertrauen, Perspektiven und echte Teilhabe – davon profitieren alle Beteiligten“, betonte er.
Besonders spürbar wurde die Wirkung des Projekts durch die jungen Menschen, die in ihrer ersten Zeit in Arnsberg von älteren Patinnen und Paten eng begleitet wurden. Heute blicken sie auf erfolgreiche Schulabschlüsse oder abgeschlossene Berufsausbildungen zurück. Bewegende Begegnungen mit Nazrat Safe sowie Henna und Hosna Momand zeigten, wie aus Unterstützung Vertrauen, Zugehörigkeit und neue Perspektiven wachsen können. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der jungen Pianistin Luisa Hagen.
Am nächsten Tag begrüßte BaS-Geschäftsführerin Carolin Kuhl im Bürgerbahnhof Arnsberg den Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese. Er nahm sich viel Zeit für die Anliegen der Engagierten, hörte aufmerksam zu und beantwortete offen die Fragen von Projektleiter Erik Rahn und den Aktiven. Trotz der angespannten Haushaltslage des Bundes sprach er sich für die Fortsetzung des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ aus.
Anschließend folgte eine intensive Einheit zur Resilienz-Entwicklung. Für die oft herausfordernde Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen wurden von der Referentin Christina Comnick wirksame Methoden vorgestellt, um in belastenden Situationen handlungsfähig und zuversichtlich zu bleiben. Den Abschluss bildeten Kleingruppen zu Themen der Beteiligten, etwa zur Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund, zum Rollenverständnis und zu Erwartungen in Patenschaften sowie zur Fachkräftegewinnung.
Das Jahrestreffen machte erneut deutlich, wie wichtige der kollegiale Austausch und das gemeinsame Lernen für die Weiterentwicklung der lokalen Arbeit sind. So konnten die Verbindungen untereinander gestärkt und neue Motivation gewonnen werden.























