Warendorf

Stadt Warendorf
Seniorenbüro
Lange Kesselstraße 4-6
48231 Warendorf
Tel.: 02581 54-1506
www.warendorf.de

Claire Mesch (Ansprechpartnerin für die Ortsteile Milte und Müssingen)
Tel.: 02584 534
E-Mail: c.mesch@gmx.de

Adelheid Vollmann (Ansprechpartnerin für den Ortsteil Hoetmar)
Tel.: 02585 7403
E-Mail: adelheid.vollmann@t-online.de

In Warendorf bestehen ausschließlich Patenschaften mit Geflüchteten.
In dem Ortsteil Hoetmar sind alle dem „Arbeitskreis Integration“ angeschlossen. In den Ortsteilen Milte und Müssingen nennt sich der Arbeitskreis „Miteinander“. Die Patinnen und Paten haben in den jeweiligen Ortsteilen inzwischen großen Rückhalt in der Bevölkerung und können auf die Unterstützung und Mithilfe ihrer Mitmenschen zurückgreifen. So macht das Projekt wirklich Schule und regt auch die Mitmenschen an sich zu engagieren.

Der Arbeitskreis „Aktiv im Ruhestand“ besteht seit 2012. Er widmet sich der Förderung und Durchführung von Seniorenarbeit und setzt sich mit den Wünschen und Interessen der Seniorinnen und Senioren auseinander. In Zusammenkünften werden Bildungsangebote vermittelt und Informationen über aktuelle und immer wieder zum Leben gehörende Themen wie Gesundheit, Vererbung vermittelt. Es wird der Zuzug von Neubürgern ins Dorf besprochen und Freizeit-aktivitäten der verschiedensten Art werden angeboten.

Im Jahr 2013 fiel den Mitgliedern auf Grund der aktuellen politischen Diskussion auf, dass eine Vielzahl von Flüchtlingen in die für die Flüchtlinge des Jugoslawienkrieges gebauten Unterkünfte einquatiert waren. Da sich über die zum Leben notwendige Grundversorgung hinaus niemand um die Menschen kümmerte, sah hier der Arbeitskreis einen dringenden Handlungsbedarf. Nach Kennenlernen einzelner Flüchtlinge bzw. Flüchtlingsfamilien mit kleinen Kindern bemühte sich der Arbeitskreis um die sofortige Verbesserung der Lebensumstände sowie auch um die Integration in die Dorfgemeinschaft. Dazu wurden folgende Aufgabenbereiche benannt und mit einem verantwortlichen Mitglied besetzt:

1. Persönliche Unterstützung in Sachen Behörden und Gesundheit.
2. Individuelle Ausstattung mit Bedarfen des täglichen Lebens, wie Möbel, Hausrat, Kleidung, Fahrräder, etc.
3. Sprachunterricht durch Ehenamtliche im Dorf.
4. Organisation von Fahrdiensten zu günstigen Einkaufsmöglichkeiten von Lebensmitteln im Nachbarort, da kein ausreichender ÖPNV vorhanden.
5. Vermittlung von privatem Wohnraum im Dorf.
6. Vermittlung von Praktikas und Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bei örtlichen Arbeitgebern.

In dieser Phase, in der zunehmend weiter Personen für diese Betreuung der Flüchtlinge gewonnen werden konnten, entstand unter den Jüngeren eine Diskussion über den Namen des Arbeitskreises „Aktiv im Ruhestand“. Auf Grund ihres Lebensalters fanden sie sich nicht treffend bezeichnet. Das führte zur Gründung des Arbeitskreises „Integration“. Die Mitglieder beider Leitungsgruppen sind weitgehend Personell identisch. Die Schwerpunkte der Arbeit des Arbeitskreises „Integration“ haben sich nunmehr verlagert. Im Vordergrund steht die Integration in die Dorfgemeinschaft. Ein Integrationsgarten mit 10 Parzellen für Gemüseanbau wird gemeinsam von Einheimischen und Füchtlingen genutzt. Der Bau eines kleinen Gartenhauses fördert die Gemeinschaft und das gesellige Leben von Eltern und Kindern. Ein reger Gedankenaustausch findet hier nach getaner Arbeit im Garten statt. Eine von den Flüchtlingen errichtete und betriebene Fahrradwerkstatt für das ganze Dorf, finanziell gefördert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, erfüllt eine große Nachfrage. Die Vermittlung von Arbeit und insbesondere Ausbildung bei örtlichen Arbeitgebern findet immer mehr Anklang. Eine gemeinsame Ferienfreizeit von Flüchtlingsfamilien und einhei-mischen Familien, in Kooperation mit der örtlichen Grundschule, stößt auf großes Interesse. Viele Freizeitaktivitäten, offener Treff, Schwimmkurse für Kinder und Ausflüge sind eine Fortentwicklung der Integrationsmöglichkeiten für die Flüchtlingsfamilien und Einzelpersonen, die möglicherweise dauerhaft in Deutschland bleiben werden.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) hat die bundesweite Trägerschaft für das Projekt. Sie koordiniert das Gesamtvorhaben, organisiert den Fachaustausch und unterstützt die lokalen Partner in ihrer Arbeit.

Bundesverband soziales Mentoring

Der Bundesverband soziales Mentoring ist die Dachorganisation für gemeinnützige Organisationen und andere Akteure in Deutschland, die soziales Mentoring organisieren, stärken und weiterentwickeln.

Menschen stärken Menschen - Übernehmen Sie eine Chancen-Patenschaft

Alt & Jung – Chancenpatenschaften ist Teil des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ (MsM), gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.